Parteiprogramme und Wahlversprechen sind nichts anderes als dem Wähler in den Mund gelegte Wunschzettel, die die Parteien an sich selbst adressieren, jedoch ohne die geringste Absicht, irgendetwas davon in die Tat umzusetzen, wenn das Wahlvolk seine Stimme abgegeben hat.
Würden wir einen Kaufvertrag für ein Auto unterzeichnen, wenn bis auf den Preis, den wir zahlen müssen, gar nicht klar ist, was am Ende geliefert wird? Niemand wäre wohl mit einem Lastenfahrrad zufrieden, wenn er ein schickes Cabrio bestellt hat. Bei Wahlen aber verhält es sich genau so. Wer Union wählt bekommt Grün, so ätzte vor den Landtagswahlen in Baden-Württemberg ein vermeintlich rechtes Internet-Portal und lag damit goldrichtig, kratzte aber nur an der oberen Schicht.
Die Behauptung, dass Unionswähler eine konservative Politik wollten und diese deshalb ein gemeinsames „rechts-konservatives“ oder „bürgerliches“ Lager mit AfD-Anhängern bilden, ist hanebüchener Schwachsinn. Das einzige Versprechen, das alle Altparteien bis jetzt eingehalten haben, betrifft die „Brandmauer“, nach der es keine Zusammenarbeit mit der AfD geben darf. Das gilt solange, bis die Mehrheit nicht mehr zu halten ist. Und genau hier schürt das Gerede vom Bröckeln der Brandmauer und dem immer stärker werdenden Zuwachs der AfD Hoffnung. Was bedeutet ein wahrscheinliches Wahlergebnis der AfD von um die 20 Prozent bei den Wahlen am Sonntag in Rheinland-Bleu? 100 Prozent BRD! Gute Nacht!




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