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Dient eine Impfpflicht wegen 514 Masernfällen bei jährlich über 100000 Abtreibungen dem Kindeswohl?

Menschen Foto erstellt von jcomp – de.freepik.com

Die Zahlen sind ein Armutszeugnis für eine angeblich aufgeklärte und wohlhabende Industriegesellschaft. Laut dem Bundesamt für Statistik liegt die Zahl der genehmigten Abtreibungen jährlich bei 100.000 Kindern. Über illegale „Schwangerschaftsabbrüche“ ist nichts bekannt. Dieses Jahr ging die Meldung dank der Corona-Panik unter. Im März hatte destatis die neuesten Zahlen veröffentlicht:

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Von 100893 abgetriebenen Kindern lag bei weniger als 4% der Abtreibungen (3875) eine sogenannte medizinische Indikation vor. Darunter fällt nicht nur das Risiko der Mutter, bei der Geburt zu sterben, sondern auch eine durch einen Arzt attestierte psychische Belastung durch das Austragen des Kindes.

In 17 Fällen lag eine kriminologische Indikation vor, sprich Vergewaltigung.

Die übrigen 97001 Kinder wurden nach der Beratungsregel abgetrieben, 2271 davon nach dem dritten Monat und 648 nach der 22. Woche, wenn das Baby bis auf ein „paar Kleinigkeiten“ vollständig entwickelt ist und sich bereits durch Strampeln bemerkbar macht. netdoktor.de/schwangerschaft/22-ssw

Landläufig glauben immer noch viele Menschen, dass Minderjährige die größte Gruppe der Frauen seien, die eine Abtreibung vornehmen lassen. Das Gegenteil ist der Fall. Lediglich 294 der Schwangeren waren unter 15 Jahre alt, 2392 zwischen 15 und 18 Jahren. Den höchsten Anteil bilden Frauen zwischen 20 und 30 Jahren, also in einem Alter, in dem das Wissen über wirksame Verhütungsmethoden vorhanden sein müsste. Die einfachste Methode lautet übrigens NEIN und erfordert weder einen Gang zum Frauenarzt, noch kostet sie auch nur einen Cent.

Über die Gründe zur Abtreibung nach der „Beratungsregel“ kann man nur spekulieren. Eine sogenannte soziale Indikation wurde vom Gesetzgeber gestrichen, auch wird nicht ausgewiesen, wie viele Frauen zum wiederholten Male abtreiben lassen. Lediglich die Zahl der „zuvorigen Lebendgeburten“ wird ausgewiesen. Demnach haben über 40.000 der Frauen noch kein Kind bekommen. Sind es wirtschaftliche Not, die Karriereplanung oder einfach der falsche Partner zum falschen Zeitpunkt, der die Frauen zu diesem Schritt veranlasst? Jeder Versuch, das Thema in den gesellschaftlichen Diskurs einzubringen, wird mitunter nicht nur niedergebrüllt, lächerlich gemacht, sondern teils gewaltsam unterdrückt.

Im Vergleich: 2019 wurden ganze 514 Masernfälle durch das RKI registriert und flankiert durch eine medial befeuerte Hysterie zum 1. März 2020 eine Impfpflicht im Rahmen des Masernschutzgesetzes eingeführt. Dem Kindeswohl dient die Gesetzgebung ganz eindeutig nicht, sonst würde man alles daran setzen, die unfassbar hohe Zahl der Abtreibungen zu reduzieren.


Erstveröffentlichung auf: O24