Demut kommt nach dem Fall

Ich bin schon so oft gefallen, dass ich auf weitere Male gerne verzichten kann. Doch wie sich so ein kollektiver Zusammenbruch anfühlt, fehlt mir vielleicht noch in der Sammlung. Womit wird man später die kommenden Veränderungen vergleichen? Mit dem Zusammenbruch der DDR, mit der bedingungslosen Kapitulation im Zweiten Weltkrieg oder mit den Einschnitten durch die Versailler Verträge, die Deutschland nicht nur das Ende der Monarchie bescherten, sondern viele Jahre wirtschaftlicher Unsicherheit, Massenarbeitslosigkeit und grassierender Kriminalität?

Wenn man es genau betrachtet, haben wir jetzt schon von allem ein bißchen, das uns portionsweise serviert wird. Die Symptome sind teils dieselben, deren Ursachen jedoch verschieden. Außer man macht die Herrschenden dafür verantwortlich, dann ist wieder einmal alles wie gehabt. Ob man nun „ordo ab chao“ für eine Verschwörungstheorie hält oder nicht, die wirklich wichtige Frage lautet, wie man die gigantischen Umwälzungen übersteht.

Auswandern? Rückzug ins Private, aufs Land, Vorsorge treffen, Klopapier horten? Es wird wohl nicht so glimpflich und schnell vorübergehen wie der Corona-Schwindel. Und plötzlich stehen all die Experten, Warner, Mahner und Besserwisser vollkommen ratlos da, weil sie mit ihrer Schwarzmalerei kein Geld mehr verdienen können. Man könnte es als schlechtes Zeichen deuten, wenn sich allerorten Depression und Mutlosigkeit ausbreiten und die Wahrheit, die darin liegt übersehen. Demut kommt nach dem Fall. Je mehr betretene Gesichter uns begegnen, desto eher geht es wieder aufwärts! Schönen guten Tag!

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