Wenn zwei sich streiten – Maduro und Trump etwa –, hat man im fernen Europa zunächst wenig davon. Es sei denn, der Ölpreis fällt schneller, als die eigene Regierung die Steuern erhöhen kann. Dann wird aus geopolitischem Theater plötzlich Haushaltspolitik.
Venezuela war dabei nur der erste Dominostein in einer Kette, zu der auch der Iran und Grönland gehören. In Europa hält man sich gern für Zuschauer, dabei steht man längst mitten auf der Bühne. Wenn die Mullahs zum Teufel gejagt werden, bleibt hier vor allem eines zurück: ein weiter fallender Ölpreis, neue Flüchtlingsbewegungen und die gewohnte Hilflosigkeit der europäischen Politik. Mehr dazu lieber nicht – der Staatsschutz hat auch so schon genug Arbeit. Festzuhalten bleibt dennoch: Wenn ein islamisches Terrorregime fällt, ist das kein Unglück. Auch der schlimmste Allahui-buh-Spuk währt nicht ewig.
Grönland – der Legende nach eigentlich Island – ist ein weiteres Kapitel dieser globalen Farce. Lasst sie doch darum streiten, diese Schurkenstaaten. Völkerrecht, Bündnisfall, westliche Wertegemeinschaft – das reimt sich alles nicht auf Fahrradkette. Also werden die „Europäer“ wieder einmal kleinlaut eine dicke Faust in der Tasche machen müssen, wenn Uncle Lame Duck Trump sich den Klumpen Eis für eine Handvoll Dollar unter den Nagel reißt. Wer Italo-Western gesehen hat, kennt das Ende: Die Schurken beißen ins Gras, das Geld zerflattert, und die Moral bleibt auf der Strecke.
EU, Westen, NATO – vieles davon ist faktisch schon Geschichte. Man muss nicht mehr zu Tausenden auf die Straße, keine Lichterketten, keine Sitzstreiks. Die Machtstrukturen bröckeln nicht mehr, sie brechen. Und das ist vielleicht das einzig Ehrliche an dieser Entwicklung. Trump kommt die zweifelhafte Ehre zu, 2026 den Startschuss zum Abbau der alten Weltordnung gegeben zu haben. Ein Held ist er dabei nicht – eher Don Corleone oder Don Quijote, je nach Blickwinkel.
Das eigentlich Interessante: Die bisherige Politik in den EU-Staaten lässt sich nicht mehr fortsetzen. Die Realität hat ihr den Stecker gezogen. Es wächst zusammen, was zusammengehört, und es bricht zusammen, was keinen Bestand hatte. Europa steht da wie sturmreif geschossen – ganz ohne Bomben, nur durch eigene Fehlentscheidungen.
Was danach kommt, ist offen.
Aber eines ist sicher: Der lachende Dritte wird nicht Europa sein, wenn es weiter abwartet. Jammern ersetzt keine Politik. Und Stillhalten ist keine Strategie.




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