Veggieboom beidschi bum bum

Im Dezember brachte die Wirtschaftswoche die große Story vom Ende des Veggiebooms:

Der Fleischersatzboom ist vorbei. Nestlé und Unilever ziehen sich zurück, Start-ups gehen pleite – nur der deutsche Marktführer macht weiter.

Der Daily Sceptic titelte diese Woche noch: „The Collapse of the Vegan Boom“. Oh, das klingt böse, aber hier auf dem Land weiß noch keiner davon. Wir haben ja nicht mal flächendeckend 5G geschweige denn Glasfaser oder wenigstens DSL mit zweifacher Warp-Geschwindigkeit, äh, ich meine ISDN oder 56K, falls noch jemand weiß, was das war. Eben hatte ich also noch eine Flasche „veganes“ Mineralwasser in der Hand, sinnigerweise aus Plastik mit dem allseits beliebten EU-Deckel. Und wahrscheinlich ist auch die Luft vor dem Gemüseregal im Lidl-Markt vegan, wenn sie aus einer zertifizierten, nachhaltig produzierten Klimaanlage stammt, die im Winter als Wärmepumpe dient und natürlich nur mit Solarstrom betrieben wird. Ich frag mal an der Kasse, ob die Kartoffeln vegan sind und wenn ja, warum das nicht einzeln drauf gestempelt ist, sicher ist sicher.

Da fällt mir ein, was ist eigentlich aus dem Insektenfutter und Veggiefraß für Hunde geworden?

Verpackung von VeggieDog Hundefutter, grainfrei, mit Kartoffel und Erbse, 900 g, hergestellt in Deutschland.
Veggie Dog / Foto: O24

Wenn ich nur wüsste, wo ich das Foto geschossen habe? War es bei DM, was laut einer Verschwörungstheorie nicht Drogerie Markt, sondern Dumme Menschen bedeuten soll? Das käme hin, schließlich hatten die auch mal Bionade im Angebot. Oder doch nicht? Nicht, dass mir wieder eine Klage ins Haus kommt.

Sollte es wirklich vorbei sein mit dem Veggieboom? Noch kann ich mein Glück kaum fassen, der ich seit über dreißig Jahren Vegetarier bin, dass alles wieder so wie früher werden könnte. Ich mag das nämlich alles nicht, weder diese sinnlosen Fleischersatzsprodukte, noch die aus allen grünen Löchern hervor gekrochenen politisch-korrekten Öko-Tierschutzveganer, die ihr Fressverhalten wie eine Monstranz vor sich hertragen, aber alles so gewürzt haben wollen, als wäre doch noch totes Tier enthalten.

Genau. Das. Nicht! Hallelujah, Kruzitürken, Hare Krishna no amoi! Und jetzt schleicht’s eich!

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