Ins Handeln kommen: Glaubenserkenntnis tut not

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Vielleicht hat der ein oder andere es missverstanden. Mein Beitrag „Beten gegen die NWO“ war weder eine Attacke gegen Frau Herman, noch eine Abhandlung darüber, ob Beten verwerflich ist und vom Handeln abhält. Es ist wohl eher so, dass Menschen nicht ins Handeln kommen, wenn ihnen jeglicher Glaube fehlt.

Am Anfang war das Wort

Diesen Satz kann wohl jeder der Bibel zuordnen und befragt nach dem Ursprung des Menschen, werden die meisten irgendwas von Urknall und Evolution von sich geben. Das Tabuthema Tod hat im Alltag keinen Platz mehr. Geschlachtet wird weit draußen vor der Stadt, gestorben im Krankenhaus oder Seniorenheim und wenn es nach der verbrecherischen Pharmaindustrie geht, finden Geburten demnächst unter Ausschluss von Hebammen nur noch im Kreißsaal statt. Lieblos ist noch die harmloseste Bezeichnung, die mir für so eine Gesellschaft einfällt. Warum lassen sich Menschen ein solches Dasein aufdiktieren? Welchen Glaubenssätzen folgen sie, welches Bild vom Menschen und der Welt, in der er lebt, haben sie?

Laut den Kirchen ist der Mensch mit der Erbsünde behaftet, das gleiche Konzept findet sich in der Politik von der Erbschuld der Deutschen wieder, das in anderen westlichen Ländern ohne Nazivergangenheit, durch „Kolonialismus“ oder „White Privileg“ bedient wird. Bei den Klimakämpfern wird der Mensch als Schädling an der Natur betrachtet. Wer diesen Glaubenssätzen folgt, hat keinen anderen Ausweg, als ständig Buße zu tun und Selbstverleugnung zu üben und jene zu bekämpfen, die dagegen aufbegehren. Letztlich ist jeder Atemzug ein Verbrechen, denn er produziert CO2. Gegen den Klimafaschismus war der Ablasshandel der Katholischen Kirche noch die reinste Wohltätigkeitsveranstaltung. Solche Religionen und Ersatzreligionen stiften keinen Frieden. Sie vergiften!

Der Mensch braucht überhaupt keine „Religion“ im Sinne eines von oben herab verordneten Glaubens, seien es Kommunismus, Ökofaschismus, Christentum oder sonstiges, um von seinen Wurzeln abgeschnitten zu werden. Wer kein positives Selbstbild entwickeln darf und kann, wird nichts als Unfrieden finden und an seine Mitmenschen weitergeben. Positive Menschenbilder wurden in der westlichen Welt erstmals im Konstruktivismus formuliert. Die Grundannahme von Carl Rogers, dem Begründer des klientenzentrierten Ansatzes, lautet schlicht:

Der Mensch ist grundsätzlich gut

Weiter betonte Rogers, wie wichtig gute gegenseitige Beziehungen zwischen Eltern und ihren Kindern seien. Sein Ansatz ist heute in der Psychotherapie etabliert. Die Transaktionsanalyse, die auf den Psychiater Eric Berne zurückgeht, ist besonders im Management Coaching beliebt. Auch Berne ging von einem positiven Menschenbild aus. Die Welt müsste doch eigentlich nur so vor lauter Kongruenz, Achtsamkeit, Respekt und Wertschätzung füreinander das gesamte Universum erleuchten, wenn denn alle Lehramtsanwärter, Psychologie- und Sozialpädagogikstudenten den Stoff auch wirklich ernst nehmen würden, der fester Bestandteil ihrer „Ausbildung“ ist. Jeder klientenzentrierte Psychotherapeut müsste angesichts der Familienzersetzungspolitik durch immer mehr Ganztagsbetreuung auf die Barrikaden gehen. Doch die Berufsverbände schweigen lieber feige, ganz besonders, wenn es um „Hintergründe“ geht, ohne die, so wie ich es gelernt habe, Verhalten gar nicht zu verstehen sei.

Nach Carl Rogers ist das gesamte Leben (das dem Menschen innewohnende Streben nach Selbstverwirklichung und Selbstaktualisierung) Politik. Andersherum: Man kann also nicht nicht politisch sein, wie es Watzlawick über Kommunikation gesagt hat. Dementsprechend kann Glaube auch grundsätzlich keine Privatsache sein, sondern bildet Grundlage für alles, was wir tun oder eben unterlassen. Wir können es nicht wirklich voneinander trennen. Aber wissen wir denn wirklich, woran wir glauben?

ÜberZEUGungen und Täterintrojekte

In der Traumatherapie spricht man von Täterintrojekten, womit Glaubenssätze gemeint sind, nach denen Opfer von Straftaten die Schuld auf sich projizieren und Partei für den Täter ergreifen. Oft sind sie nicht so erkennbar, wie in der Erziehung: „Ich hatte die Schläge verdient, weil ich meine Eltern zur Weißglut getrieben habe.“ Das Prinzip beruht auf ständiger Wiederholung, wie bei den Massenmedien. Heraus kommt dabei: „Du bist schuld, schlecht, du hast es so gewollt.“ Wen wundert da noch, dass sich Politik und Justiz mehr für Täterschutz engagieren?

Die „Wissenschaft“ predigt in ständiger Wiederholung ein rein materialistisches Weltbild. Das „Bewusstsein“ wird als Produkt biochemischer Prozesse im Gehirn erklärt. Das Leben endet mit dem „Hirntod“, der Mensch ist Körper, ist Maschine und angebliche „Künstliche Intelligenz“ steht kurz vor dem Erwachen. Es sei nur noch eine Frage der Zeit, bis die Singularität eintritt und Androiden ein eigenes „Bewusstsein“ entwickeln. Der Mensch ist demnach nicht mal mehr Tier, sondern nur ein Haufen Elektroschrott … Das soll eine positive Aussicht auf die Zukunft sein?

Letztlich spielt es keine Rolle, welcher Religion wir angehören oder nicht, wenn wir solches „Überzeug“ in uns aufgenommen haben und die geistige Herkunft des Menschen verleugnen. Am Anfang jeder unserer bewussten Handlungen steht das Wort, ein Gedanke, eine Absicht, ohne die wir nicht in der Lage sind, selbst einfachste Dinge zu tun, wie einen Schluck Wasser zu trinken. Ob wir nun vom Affen abstammen oder nicht, wir können täglich unsere geistige Natur erfahren, egal, was uns die Massenmedien predigen. Wichtiger als das Bekenntnis zu irgendeiner Lehre, einem Glauben, ist die Erkenntnis darüber, was wir glauben und wie wir auf diese Welt schauen. Und mit der Erkenntnis über die eigene Wesenhaftigkeit sind logischerweise Konsequenzen verbunden. Oft bedeutet ins Handeln kommen dann, dass man viele Dinge nicht mehr mit-macht, also weniger „tut“, nicht mehr „Täter“, sondern Seiender ist. Seiend heißt übrigens sehend und wie finster ein Zeitalter ist, ist Ansichtssache …


Erstveröffentlichung auf: O24

Beten gegen die NWO?

NWO – foto: udra / 123RF Standard-Bild

Seit vielen Wochen ruft Eva Herman über ihren Telegramkanal zum gemeinsamen Gebet auf. Über 133.000 Menschen folgen ihr und viele von ihnen beteiligen sich wohl daran, während ihre Gegner darüber bestenfalls lächeln und dies als weiteren Beweis dafür sehen, dass Coronakritiker nichts weiter als fanatische Verschwörungstheoretiker sind.

Screenshot

Würde man dasselbe über betende Juden oder Moslems sagen, wäre der Teufel los. Christ sein kann man in westlichen Ländern offenbar nur noch, wenn man für „Flüchtlinge“, „Menschenrechte“ und gegen „rechte Menschen“ auf die Straße geht. Kein Kniefall ist den Bischöfen und Kardinälen der beiden Amtskirchen zu peinlich, doch gegen die eigenen Schäfchen lassen sie Kirchenglocken läuten, wenn diese nicht der politischen Agenda folgen, die von den Kirchen mitgetragen wird. Aus gutem Grund, man könnte ja den Staat als willfährigen Steuereintreiber verlieren.

Ist es die Not, die die Menschen zum Glauben (zurück-) führt? Eva Herman ist in den ersten Jahren nach ihrem Rausschmiss bei der Tagesschau nie mit ihrem Glauben hausieren gegangen. Seitdem ihr Buch „Blutgericht Europa“ erschienen ist, hat sich das geändert. Wie der Wandel zustande kam, erfährt man in ihrem Buch oder wenn man ihren Telegramkanal abonniert, vielleicht fragt man sie selber danach und bekommt eine Antwort von ihr, mir geht es um etwas anderes. Bisher habe ich die Ansicht vertreten, dass Religion, besser sollte man von Glauben sprechen, Privatsache zu sein hat. Ist das noch sinnvoll in einer Zeit, in der Menschen durch Fakten alleine nicht mehr zu „überzeugen“ sind?

Religionskritiker und sonstige Spötter sind auch meist nur Wissenschaftsgläubige. Wahrscheinlich sind nicht mal 0,3 Prozent derer, die über Anhänger der Flachen Erde lachen, selbst dazu in der Lage, den Globus zu beweisen. Faktengeleitete, bestens aufgeklärte Klimahüpfer beherrschen mutmaßlich auch nur in den allerwenigsten Fällen den einfachen Dreisatz, mit dem sie leicht ermitteln könnten, wie viele Windräder es braucht, um alle Verkehrsmittel elektrisch zu betreiben. Hat es das Zeitalter der Aufklärung wirklich gegeben und kann man angesichts des Zustands der heutigen Gesellschaft wirklich noch an der Evolutionstheorie festhalten, die im Übrigen immer noch nur eine Theorie ist? Wenn ich mir so manche Politiker anschaue, scheint ein Teil der Menschheit eher von Darmbakterien abzustammen, als nach dem Ebenbild Gottes geschaffen zu sein. Findet sich der Missing Link in einer Stuhlprobe von Angela Merkel? Hat sich je ein Affe gefragt, ob es politisch korrekt ist, wie herum er seine Banane schält? Was ist Glaube und was Irrglaube? Aus der Heiligen Dreifaltigkeit ist eine siebenmilliardige Vielfalt geworden. Kommt jetzt der Bewusstseinswandel, wenn man in diesem Chaos nur fest genug daran glaubt? Weiter so geht es jedenfalls nicht mehr, aber das sagen alle, nur meint jeder was anderes.

Inzwischen bin ich zu der Ansicht gekommen, dass es falsch ist, den Glauben nur ins Privatleben zu verorten. Dadurch wurden Räume geschaffen, die nun von denen besetzt werden, die mit einer solchen Trennung nichts anfangen können. Ob allerdings eine Rückbesinnung auf das Christentum, und wenn ja, welches, die richtige Lösung sein kann, ist eine andere Frage.


Erstveröffentlichung auf: O24

Der Messias!

Kremlin.ru / CC BY

China ist nicht mehr die kommende Weltmacht, China ist. Und Xi Jingping ist China. Nichts geht mehr im Westen. Die Corona-Warn-Wahn-Apps floppen reihenweise, ein Impfstoff ist nicht in Sicht, Sonnenverdunkler Bill Gates steht vor dem Scheitern seiner selbst auferlegten Mission, alle sieben Milliarden Menschen der Welt impfen zu wollen. Dieses Geschäft werden Indien und China unter sich ausmachen. Die USA sind raus, mit oder ohne Trump. EUropa ist raus. Russland zu klein, um dagegen zu halten, aber zu groß, um gefressen zu werden. Das westliche Bündnis hat seine Chance zur Erneuerung verspielt. Während EZB und FED noch fleißig um die Wette drucken und sich mit so lästigen Problemen, wie der Bargeldabschaffung herumplagen, hat China schon längst die Währungsreform vollzogen, ohne dass es jemand bemerkt hat. Sie heißt Social Scoring und wird das Geld in naher Zukunft vollständig ablösen.

Sie werden sich Hongkong vollständig zurückholen, ohne dass sie jemand daran hindern kann. Und dabei wird es nicht bleiben. Was sich im Südchinesischen Meer zusammenbraut, zeugt von der Überlegenheit der nur so vor Selbstbewusstsein strotzenden Chinesen. Was kümmern sie ein paar Coronatote, wenn es die Welt zu erobern gibt? Wenn die USA wackeln, schlägt die Stunde für Xi. Und er wird die Welt lehren, was Demut bedeutet.

Noch können Witzfiguren wie Musk, Gates und Bezos auf dicke Hose machen und so tun, als hätten sie ihren Reichtum selbst erarbeitet. In Zeiten des wirtschaftlichen Niedergangs sind ihre Produkte nicht mehr gefragt, weil man Akkus nicht essen kann und von Videostreams nicht satt wird. Xi hat nicht nur ein gewaltiges Wirtschaftsimperium hinter sich, sondern auch Streitkräfte. Er muss nicht gegen Konzerne wie Facebook regieren und sich Gedanken über „Political correctness“ machen. Mit dem großen Bruder im Reich der Mitte können die sterbenden „Demokratien“ nicht mithalten, weil der Übergang zur Diktatur zu langsam vonstatten geht. Die gigantischen Täuschungsmanöver durch Massenmedien und Internet hat man in China nicht nötig. Analoge Foltermethoden und Umerziehungslager setzen fort, was durch Social Scoring nicht erreicht werden kann. Alles spricht für Xi als neuen Herren der Welt und gegen Soros, Gates und sonstige Strippenzieher, deren Zeit abgelaufen ist. Sieben Länder in fünf Jahren? Das war wohl nichts. Jetzt ist Xi am Drücker.


Erstveröffentlichung auf: O24

Ist Deutsch als Amtssprache noch zeitgemäß?

Es gab da mal eine Petition, nach der Deutsch im Grundgesetz als Amtssprache verankert werden sollte. Die meisten Deutschen wussten bis dahin wahrscheinlich gar nicht, dass die Amtssprache lediglich in Paragraph 23 des Verwaltungsverfahrensgesetzes des Bundes festgeschrieben ist. So ein Gesetz lässt sich im Bedarfsfall schneller ändern, als das Grundgesetz, aber was gilt dieses Grundgesetz denn überhaupt in Zeiten, wie diesen? Nichts, falls es überhaupt je etwas gegolten haben sollte!

Die Linken liefen erfolgreich Sturm gegen die Petition des Vereins Deutsche Sprache (VDS), die von Bundestagspräsident Norbert Lammert unterstützt wurde.

Petra Pau, 2010

Deutsch als Staats-Sprache? Nein!

Bundestagspräsident Norbert Lammert will Deutsch als Staatssprache im Grundgesetz verankern. Dazu erklärt Petra Pau, Mitglied im Vorstand der Fraktion DIE LINKE und im Innenausschuss:

Dr. Norbert Lammert (CDU) wirbt für eine „deutsche Leitkultur“. Er beschreibt dafür gute Gründe. Ich lehne eine „deutsche Leitkultur“ ab. Sie wäre eine leere Hülse mit viel Raum für gesellschaftliche Sprengsätze.Mein Kollege Lammert plädiert folgerichtig dafür, Deutsch als Staatssprache im Grundgesetz festzuschreiben. Ich merke an: Das müsste sinnvoll dann auch für Sorbisch, Friesisch, Dänisch und Romanes gelten.Norbert Lammert beklagt in BILD, dass Zweitrangiges im Grundgesetz stehe, Erstrangiges aber nicht. Mich ärgert, dass Erstrangiges aus dem Grundgesetz zunehmend unterlaufen wird, zum Beispiel das Sozialstaatsgebot.Bundestagspräsident Dr. Lammert hat mehrfach öffentlich kritisiert, dass sich Regierungen über Parlamente erheben und dass der Bundestag dies zulässt. Diese Sorge teile ich mit ihm, denn diese Praxis untergräbt die Demokratie. Berlin, den 28. Juli 2010

Und welch Überraschung, auch Fahnenverächterin und Nationalhymnenphobikerin Merkel war gegen Deutsch im Grundgesetz. Vor zwei Jahren unternahm die AfD einen erneuten Anlauf, der ebenso überraschend abgelehnt wurde, wie der VDS bedauerte.

Ich war übrigens auch dagegen und bin es heute immer noch. Nichts an diesem Grundgesetz ist Deutsch, es wurde den Deutschen von den Besatzern verordnet, darum ist es in deutscher Sprache verfasst. Einzig Artikel 146 lässt den Deutschen eine Türe offen, sich eine eigene Verfassung zu gönnen:

Dieses Grundgesetz, das nach Vollendung der Einheit und Freiheit Deutschlands für das gesamte deutsche Volk gilt, verliert seine Gültigkeit an dem Tage, an dem eine Verfassung in Kraft tritt, die von dem deutschen Volke in freier Entscheidung beschlossen worden ist.

Aber heißt es nicht unter Artikel 20 Absatz 4: Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist?

Wie jetzt? Das Grundgesetz lässt sich also gar nicht abschaffen? Wen müsste man um Erlaubnis bitten? Die USA fallen aus, die zerlegen sich gerade selber. Und schon in der Schule habe ich mich gefragt, die Lehrer waren auch damals schon zu dumm, um eine vernünftige Antwort darauf zu geben, warum uns die Amerikaner nicht einfach ihre Unabhängigkeitserklärung verordnet haben, damit wir auch wirklich echte Demokraten werden und nie wieder, nie nie wieder Diktatur machen. 1776, als man die Deutschen im Kampf gegen die Briten brauchte, beglückte man die Einwanderer mit einer Unabhängigkeitserklärung in ihrer Sprache. Ein paar Jahre später wollte man nichts mehr davon wissen. Pfui, Gesetze in Deutsch? Ekelhaft:

Am 9. Januar 1794 reichte eine Gruppe deutscher Einwanderer aus Virginia beim US-Repräsentantenhaus eine Petition ein, in der sie die Veröffentlichung von Gesetzestexten in deutscher Übersetzung forderten. Dies sollte den Einwanderern, die noch kein Englisch gelernt hatten, helfen, sich schneller mit den Gesetzen in der neuen Heimat zurechtzufinden. Doch der Antrag wurde vom Hauptausschuss des Repräsentantenhauses mit 42 zu 41 Stimmen abgelehnt. Der deutschstämmige, zweisprachige Sprecher des Repräsentantenhauses, Frederick Augustus Conrad Muehlenberg, der sich selbst bei der Abstimmung enthalten hatte, erklärte hinterher: „Je schneller die Deutschen Amerikaner werden, desto besser ist es.“ Quelle: Spiegel (CIA)

Na bitte, da haben wir es doch. Wenn andere das Sagen haben, ist Deutsch nicht angesagt. Seit mehr als 200 Jahren hat sich daran nichts geändert. Nun wäre es an der Zeit, den nächsten folgerichtigen Schritt zu vollziehen und Deutsch wie eine Fremdsprache zu behandeln. Dafür bedarf es allerdings keines großen Aufwands, es geschieht bereits. Jeden Tag immer mehr, aber halt, der Kinderfreundefreund von den Grünen hatte nie die Absicht, auf diese Art zitiert zu werden.

Seine Parteigenossin, die elfenhalfte Katrin Göring-Eckardt, verplapperte sich allerdings so laut, dass Abmahnungen zwecklos sind: „Unser Land wird sich ändern, und zwar drastisch. Und ich freue mich darauf!“ Seien wir nachsichtig mit ihr, sie weiß es nicht besser. Es ist nicht unser Land, aber psst, ich habe keine Zeit mehr, weiter zu schreiben. Mein Chinesischlehrer hat gerade geklingelt. Und wenn ich nicht sofort aufmache, werde ich deportiert und zu den Uiguren gesperrt, weil der Islam jetzt verboten ist.


Erstveröffentlichung auf: O24

AfD fordert mehr Staat und Überwachung im Kampf gegen Kinderschänder

Deutschland ist das El Dorado für Kinderschänder aus aller Welt. Nicht nur die Grünen, auch die anderen Parteien, etliche NGOs und Verbände haben ihren Beitrag dazu geleistet, dass die Täter oft mit behördlicher Hilfe davon kommen können.

Symbolbild: eakmoto / 123RF Standard-Bild

Dass das Thema plötzlich in den TOP 5 der politischen Agenda aufgetaucht ist und von den Massenmedien wirksam befördert wird, dient der Ablenkung. Die AfD hat nun einen eigenen Antrag eingereicht, nachdem Kinder „wirksamer vor sexueller Gewalt“ geschützt werden sollen.

Die Bundesregierung habe laut den Forderungen, dafür Sorge tragen, dass Gerichte und Ermittlungsbehörden in der Bundesrepublik Deutschland personell und materiell in die Lage versetzt werden, gerade Straftaten im Zusammenhang mit sexuellem Kindesmissbrauch oder sexueller Belästigung von Kindern zügig aufzuklären und abzuurteilen. Dazu gehört es auch, die Ermittlungsbehörden in IT-Techniken verstärkt zu schulen, um Verschlüsselungen schneller dechiffrieren zu können ..

Es werden härtere Strafen gefordert und eine „verbesserte Zusammenarbeit von Jugendämtern, Ermittlungsbehörden und Gerichten zur Verhinderung sexuellen Kindesmissbrauchs, um Koordinierungsprobleme und Informationsdefizite bei den einzelnen Stellen nach Möglichkeit auszuschließen …“

Es kommt noch besser: Ärzte (sollen) in begründeten Fällen rechtssicher Verdachtsfälle von sexuellem Kindesmissbrauch Ermittlungsbehörden melden können, ohne damit gegen ihre generelle Schweigepflicht zu verstoßen ...

Kann man sich nicht ausdenken, muss man aber auch nicht. Dafür sorgen schon die Staatsgläubigen aller Fraktionen und alles wird gut. Vater Staat und Mama Merkel werden es schon richten …


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Wohnzimmergespräche: Das ständige politische Scheitern bei der Integration

Im ersten Teil unserer Reihe „Wohnzimmergespräche“ geht es um das Scheitern der Integration. Wohin schlittert unsere Gesellschaft?


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Bergisch-Gladbach: 30.000 Kinderschänder und das Ende der Anonymität im Internet

NRW-Justizminister Biesenbach präsentierte gestern die Ermittlungsergebnisse der ZAC NRW und richtet zum 01.07.2020 eine neue Task Force zur Bekämpfung des netzkonnexen Kindesmissbrauchs ein. Im Fall Bergisch-Gladbach weisen die Spuren auf 30.000 Tatverdächtige hin.

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Die Politik will jetzt endlich handeln und Teufel mit Belzebub austreiben. Er klingt schon fast wie seinerzeit der als Richter Gnadenlos bekannt gewordene Roland Schill:

„Lügde, Bergisch Gladbach und Münster sind zum traurigen Synonym für schwerste Straftaten des Kindesmissbrauchs geworden. Es ist gut und richtig, dass Polizei und Justiz alle denkbaren Schritte unternehmen, diese Taten aufzuklären und die tatverdächtigen Personen zur Rechenschaft zu ziehen. Die strafprozessuale Aufarbeitung der Vorgänge hat bereits erste sehr deutliche Ergebnisse erbracht.“

Für einen Oscar reicht es sicher nicht, eventuell bekommt der Rheinländer einen Bambi, wenn er sich wie Stephanie zu Guttenberg ins Privatfernsehen wagt, und wöchentlich Jagd auf Kinderschänder macht. Aufgeklärt wurde immer schon gerne, solange es Quote bringt und der Politik Wählerstimmen sichert. Nach jedem Skandal, der erst von Netzwerken in Politik und Justiz klein gehalten und dann plötzlich und unerwartet der verschreckten Öffentlichkeit aufgetischt wird, erschallt der Ruf nach härteren Gesetzen und mehr Überwachung im Internet.

O’Ton Biesenbach: „Ich habe daher die ZAC NRW gebeten, zum 01.07.2020 eine eigene Task Force zur Bekämpfung des netzkonnexen Kindesmissbrauchs aufzustellen, deren vornehmste Aufgabe es ist, die Personen zu den Pseudonymen im Internet zu ermitteln. Die Staatsanwaltschaften in Nordrhein-Westfalen haben hochkarätige Spezialisten für die Bearbeitung von Sexualstraftaten und Kindesmissbrauch. Wir ergänzen diese Expertise jetzt um eine digitale Dimension. Wenn wir Kindesmissbrauch im Netz aktiv bekämpfen wollen, müssen wir auch über die Regelungen über die Speicherung von Daten sprechen. Das eine geht nicht ohne das andere.“

Geht es wirklich um die Kinderschänder? Von den Opfern ist in unserer täterfixierten Gesellschaft sowieso nie die Rede. Warum setzt der Herr Minister nicht alle Hebel in Bewegung, um erst mal den Betroffenen zu helfen? Gleich noch eine rhetorische Frage: Warum räumt Herr Biesenbach nicht in seinem eigenen Saustall auf, statt das Internet durchforsten zu lassen? In Lügde beispielsweise waren es willige Helfer und undichte Stellen bei Polizei, Justiz und Jugendämtern, natürlich aber nie, nein niemals nie, in der höheren Politik, die all die Jahre die Taten gedeckt haben. Warum wohl?

Warum wird der Skandal, der eigentlich gar keiner ist, siehe den Fall „Elysium“, jetzt durch alle Gazetten und „Nachrichtensendungen“ gejagt? Die Plattform hatte mit über 90.000 Nutzern gleich dreimal so viele Verdächtige, wie im aktuellen Bergisch Gladbacher Fall. Und obwohl sich das Phänomen Kindesmissbrauch quer durch alle Gesellschaftsschichten zieht, hat sich unter den 90.000 Datensätzen nicht ein Politiker oder eine andere „höher stehende“ Persönlichkeit befunden. Im Bergisch Gladbacher Fall wird es wohl nicht anders sein. So etwas kommt immer erst heraus, wenn die Drahtzieher verstorben und die Taten „verjährt“ sind.

Wenn ein aktueller Fall „aufgedeckt“ wird, geht es um andere Dinge, wie die Einschränkung der Netzanonymität und der Etablierung fragwürdiger Überwachungsmethoden, die eines Rechtsstaates unwürdig sind. Und nicht zuletzt darum, beteiligte „Würdenträger“ aus der Schusslinie zu bringen. Aber in einer Gesellschaft, die Politiker frei herumlaufen lässt, die sich einst und heute angeblich nicht mehr, für eine Legalisierung der Pädophilie eingesetzt haben, gibt es keine Würde zu verteilen.

Wo Sexualpädagog*innen mit Analdildos und ekelhaften Rollenspielen auf Grundschulkinder losgelassen werden, wo die Massenmedien Perversionen als „cool“ und „hipp“ anpreisen und offenkundig gestörte Ideologen Menschen mit einer gesunden Sexualität naserümpfend als „Cisgender“ bezeichnen, um es alsbald als eine Form des „white privileg“ zu bekämpfen, entsteht zwangsläufig ein Paradies für Kinderschänder. Die Strafen sind lächerlich, während die Opfer in jedem Fall lebenslänglich mit den Folgen der schweren Verbrechen belastet werden. Was sollte man auch sonst von einer durch und durch kinderfeindlichen Politik erwarten, die mit immer mehr „Ganztagsbetreuung“ und ideologisch durchseuchten „Bildungsplänen“ ganz aktiv genau so schlimmen Seelenmord an Kindern betreibt, wie die Kinderschänder, die sie angeblich jetzt, aber jetzt wirklich und ein für alle mal und mit allen Mitteln bekämpfen will, selbst wenn es unsere Privatsphäre kostet. Heuchler!


Erstveröffentlichung auf: O24

Eine Hiobsbotschaft nach der anderen …

… Hiob-Skulptur, Nürnberg – gemeinfrei

… wie endete nur die Geschichte vom frommen Hiob? Ließ Gott ihm nicht nach all den bestandenen Prüfungen das Doppelte seines verlorenen Reichtums erwerben und nochmal zehn wohlgeratene Kinder zur Welt kommen?

Und war’s der Hiob nicht darselbst, der schlimme Nachricht überbracht, sein getreuer Diener hat’s gemacht. Für solch gar übelhaften Job, verlor manch andrer seinen Kopp.

Mich dünkt, es liegt ein Irrtum vor, wer ist der Narr und wer der Tor?


Erstveröffentlichung auf: O24

Immer mehr GEZwangsvollstreckungen und ich bin dabei …

Der „Beitragsservice“ von ARD und ZDF hat rund 1,25 Millionen Vollstreckungsersuchen eingeleitet und ich bin auch dabei. (1) Die Krake bietet gnädigerweise noch einen Ausweg an, falls ich nicht zahlen kann: Monatliche Raten. Und wenn nicht, kommt der Büttel vorbei, die so ziemlich niederste Kreatur, die man sich nur vorstellen kann und lässt die „Schulden“ notfalls mit Gewalt eintreiben. Was soll ich machen? Mich auf den Boden werfen und trotzig schreien: „Ich zahle meinen Beitrag nicht, nein meinen Beitrag zahl ich nicht!“? Wie würde das enden? Im Knast, in der Klapse und die Kohle schnappen sich die Verbrecher trotzdem? Natürlich bin ich im Recht, denn ich schaue kein Fernsehen, weder die private Gülle, noch staatliche Propaganda. Trotzdem soll ich zahlen, wie anders kann man das Handeln dieses Staates beschreiben, als das eines Unrechtstaats?

Und mehr noch. Ich lehne Fernsehen komplett ab, ich lasse mir doch nicht den Tagesablauf vom TV-Programm diktieren. Schlimm genug, dass dies in einem Teil meines Lebens tatsächlich einmal so war. Zum Glück gab es nur drei Programme, doch trotzdem wurden wir bereits als Kinder auf die üblichen Zeiten konditioniert. Den Rest spare ich mir. Jeder hat wohl so eine Liste seiner heißgeliebten Sendungen, die auf gar keinen Fall verpasst werden durften.

Und ausgerechnet im Fernsehen warnen immer wieder „Medienpädagogen“ vor zu viel TV-Konsum bei Kindern. Mehr muss man doch zur Absurdität dieses Mediums nicht sagen und der Verlogenheit der Arschlöcher, die das Programm gestalten. Es ist Gift und jeder weiß es eigentlich. Jede Minute vor der Kiste ist reine Zeitverschwendung. Und doch sitzen die meisten davor, regen sich über Wiederholungen und Werbepausen auf, stopfen sich mit „Essen“ voll, das nicht umsonst in Plastikmüll verpackt ist und wenn gerade keine Werbung läuft, kneifen sie die Beine zusammen und warten darauf, dass sie pinkeln gehen können.

Was auch immer ich vorbringe, es wird keinen Richter interessieren. Die Gesetze wurden entsprechend angepasst und basta! Wir leben eben in keinem Rechtsstaat und was soll das überhaupt sein? Wozu ist das gut, ein Staat? Ich kann darauf verzichten, sehr gut sogar. Umgekehrt sieht es allerdings anders aus.


Erstveröffentlichung auf: O24

Zufall? Münchner Staatsanwaltschaft ließ Kinderschänder-Guru nach Portugal entkommen #Maddie #Peggy

Steckt wirklich ein Einzeltäter hinter der Entführung und Ermordung der beiden Mädchen?

Im Fall der vermissten Maddie prüft die Kripo mögliche Verbindungen zum Mordfall Peggy. Vielleicht sollten die Ermittler erst mal vor der eigenen Türe kehren. Denn was sich unter Leitung von Oberstaatsanwalt Potzel und Kriminaldirektor Wolfgang Geier (beide a.D.) an vermeintlichen Pannen angehäuft hat, könnte System haben. Noch immer ist der Mörder der kleinen Peggy nicht gefasst. Geiers „Ermittlungen“ führten zum Fehlurteil gegen den geistig behinderten Ulvi K., der wahre Mörder ist noch immer nicht gefasst.

Fahndungsfoto der vermissten Madeleine McCann

Hinweise auf eine Verschleppung der kleinen Peggy durch einen Pädophilenring gab es von Beginn an. Trotzdem konzentrierte sich die Arbeit von Geier auf den unschuldigen Ulvi. Geier stand auch der SOKO Bosporus vor, die jene „Döner-Morde“ aufklären sollte, die später als NSU-Affäre Justizgeschichte schrieben, aber keinesfalls aufgedeckt wurden.

Hinweise, dass das „NSU-Trio“ seinen Aufenthalt im Untergrund mit dem Handel oder der Herstellung von Kinderpornografie finanziert haben könnte, schafften es nicht in die weiteren Ermittlungen, erst recht nicht bis zur Beweisaufnahme im Gerichtsverfahren gegen Beate Zschäpe. Dabei war entsprechendes Material sichergestellt worden und etliche Personen im Umfeld des NSU, darunter einige der unter seltsamen Umständen verstorbenen Zeugen, hatten entsprechende Vorstrafen. Hat der Zufall hier mehr als zwanzig Mal zugeschlagen oder wurden die Spuren bewusst außer Acht gelassen?

Peggy K. / Foto: privat

Es gibt Leute, die sagen, dass es keine Zufälle gibt. Da wären zum Beispiel die Münchner Staatsanwaltschaft und ein Kinderschänderguru, der jahrelang im bayrischen Viechtach als Chef einer Esoteriksekte sein Unwesen trieb und hunderte Kinder missbraucht haben soll. Und wie der Zufall es will, konnte der Kinderschänder unbehelligt seinen Wohnsitz nach Portugal verlegen, obwohl den Behörden mindestens zwei Strafanzeigen gegen ihn vorlagen. Gegen Oliver Shanti, wie sich der Sektenführer mit dem bürgerlichen Namen Ulrich Schulz nannte, stellte die Münchner Staatsanwaltschaft am 10. Juli 1999 die Ermittlungen ein. Die Begründung lautete damals: „Der Beschuldigte hat sich zum Tatvorwurf nicht geäußert. Die von den Geschädigten geschilderten Taten lassen nicht zwingend den Schluss darauf zu, dass der Beschuldigte … Gewalt anwendete“. (Stern vom 09.07.2008). Doch es blieb nicht bei den Anzeigen der damaligen Opfer, die zur Tatzeit 13 (!) und 16 Jahre alt waren.

Hatte Oliver Shanti vielleicht Fans bei den Behörden, dass ein eindeutiger Fall von „sexuellem Missbrauch“ nicht weiter verfolgt wurde? Im Fall des damals Dreizehnjährigen lag wohl auch „ohne Gewalt“ eine Straftat vor. In der Schickeria und esoterischen Kreisen war Oliver Shanti in den Neunziger Jahren außerordentlich populär. Er soll beste Beziehungen in höchste Kreise gehabt haben und mit der von ihm produzierten Meditationsmusik Millionen verdient haben. Die Musiker sollen als Mitglieder seinen Sekte nicht an den Einnahmen beteiligt gewesen sein. Die Vorwürfe häuften sich und führten zu weiteren Strafanzeigen und da nicht alle Staatsdiener korrupt sind, wurde er ab 2002 zur Fahndung durch Interpol ausgeschrieben. Auch der bayrische Rundfunk berichtete über die vergeblichen Bemühungen, den Sektenguru zu fassen:

Die Münchner Zielfahndung sucht mit großem Aufwand – und seit drei Jahren erfolglos – nach einem in Hamburg geborenen Kinderschänder namens Ulrich Schulz. Ermittelt wird gegen den 150-Kilo-Mann wegen des Verdachts, so Anton Winkler von der Staatsanwaltschaft München I, „Kinder im Alter zwischen sieben und sechzehn mehrmals sexuell missbraucht zu haben“. An manchen Knaben soll sich Schulz über Jahre vergangen haben. Insgesamt über 1000 Fälle finden sich in den Akten der Kripo.  (BR 13.10.2005)

Shanti hatte seinen Sitz in der Kleinstadt Vila Nova de Cerveira im Norden Portugals, was den bayrischen Behörden seit den ersten Strafanzeigen bekannt war. Angeblich tauchte er dann 2002 unter, wurde aber offenbar von Helfern in den portugiesischen Behörden gedeckt. Erst 2008, als er dreist die deutsche Botschaft in Lissabon aufsuchte, um seinen Reisepass zu verlängern, ging er den Fahndern ins Netz und wurde 2009 nach Deutschland ausgeliefert. Vor Gericht legte er dann ein „Teilgeständnis“ ab und wurde zu sechseinhalb Jahren Haft verurteilt. Inzwischen dürfte sich Schulz längst wieder auf freien Fuß befinden und weiter Einnahmen aus der von ihm produzierten und nach wie vor beliebten Musik erzielen.

2007 ist die kleine Maddie verschwunden, nie hat man eine Schlagzeile darüber gefunden, dass einer von Deutschlands schlimmsten Kinderschändern, der sich zu dieser Zeit frei in Portugal bewegen konnte, möglicherweise etwas damit zu tun haben könnte. Warum? Weil Schulz angeblich homosexuell ist und „nur“ die Kinder seiner Anhänger missbraucht haben soll? Hat nicht einer der Ermittler wenigstens mal eine Minute lang in Erwägung gezogen, dass es sich vielleicht nicht „nur“ um eine Sekte handelt, sondern ein ganzes Netzwerk von Pädophilen? Hatte er wirklich so viel Geld, um alle zu bestechen oder waren andere Gegenleistungen, vielleicht auch schon während seiner Münchner Zeit im Spiel? Dass die heutige „SOKO Peggy“ dort mal genauer hinschaut und die Akten der Münchner Staatsanwaltschaft unter die Lupe nimmt, ist eher nicht zu erwarten.

Und wie seltsam mutet es an, dass der aktuell heiß gehandelte Tatverdächtige im Fall Maddie erneut ein Deutscher ist? Zufall? Er soll Maddie an einen Pädophilenring verkauft haben, vermutet ein Komplize.

Christian B. (43) könnte auch für eine mögliche weitere Entführung eines Kindes aus dem Kölner Raum als Täter infrage kommen. Nach Informationen des „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Samstag-Ausgabe vom 05.06.2020) prüft die Polizei einen möglichen Zusammenhang zum Vermisstenfall René Hasee. Der sechsjährige Junge aus Elsdorf bei Bergheim war im Sommerurlaub an der portugiesischen Algarve 1996 am Strand verschwunden, als seine Mutter und ihr Lebensgefährte den Jungen für einen Moment aus den Augen gelassen hatten. Etwa 40 Kilometer entfernt verschwand elf Jahre später Maddie McCann aus dem Hotelzimmer ihrer Eltern in Praia da Luz. Renés Vater Andreas Hasee sagte der Zeitung, er hoffe, dass er nun womöglich bald Gewissheit über das Schicksal seines Sohnes erhalte. Dass er noch am Leben sein könnte, hält er für unwahrscheinlich.

Viele Zufälle, „Schlampereien“ auf allen Seiten, „Behördenversagen“, „Fahndungspannen“ und dann die plötzliche Wende, wie im Mordfall Peggy oder den „Dönermorden“, die zum „NSU-Terror“ wurden. Hat Christian B., wenn er der Mörder von Maddie, Peggy und dem sechsjährigen René sein sollte, wirklich alleine gehandelt? Kaum vorstellbar! Was ein Geständnis wert ist, so Christian B. es denn ablegt, erkennt man am Strafmaß, den Wahrheitsgehalt jedoch nicht. Auch wenn die Fälle nicht in direktem Zusammenhang stehen, das auffällige „Behördenversagen“ hat System. Dort würde man mehr als nur Einzeltäter auffinden, wenn man es denn wollte.


Erstveröffentlichung auf: O24